• Martin Hattemer

Digitalisierung – jetzt anfangen!

5 bewährte Tipps, den Stein ins Rollen zu bringen


Digitalisierung ist mehr Chance als Risiko, meinen 89 % der KMU (kleine und mittlere Unternehmen). So das Ergebnis der „Ich will loslegen!“-Befragung von rund 200 KMU durch das Mittelstand-Digital Zentrum Berlin im Sommer 2021.

Die Motivation ist also hoch, die Digitalisierung – jetzt endlich! – forsch anzugehen. Doch rund 23 % haben keinen Plan, was sie als nächstes digitalisieren wollen bzw. wo sie überhaupt anfangen sollen.


Dazu kommen Vorurteile wie…

  • Das kostet alles so viel Geld!

  • Unsere Prozesse sind so kompliziert, die lassen sich digital gar nicht abbilden!

  • Das dauert ewig bis erste Erfolge sichtbar sind!


Erleben Sie im Alltag solche Situationen?

Sie stoßen auf Widerstände im Entwicklerteam, bei den Nutzern, beim Einholen von Digitalisierungsbudgets? Oder sind Sie beim Versuch, in einem Rutsch große Bereiche in Ihrem Unternehmen zu digitalisieren, gescheitert. Haben Sie das Gefühl, dass viel Zeit und Geld verbrannt werden, die Leute genervt sind und bis dato keine Mehrwerte generiert werden?


5 Tipps, für den Aufbruch in die Digitalisierung

In unserem Blogbeitrag möchten wir Ihnen Mut machen, die Digitalisierung in kleinen Schritten zu denken und anzugehen. Digitalisierung muss nicht teuer und nervenaufreibend sein. Es gibt Wege, Ihre Ziele effizient zu erreichen. Mit den folgenden 5 bewährten Tipps bringen Sie schon bald den Stein ins Rollen.


Tipp 1: Teile und herrsche

Das Grundprinzip des „Teile-und-herrsche-Ansatzes” zielt auf die Vereinfachung einer komplexen Fragestellung ab. Die als zu schwierig erscheinende Fragestellung wird so lange in kleinere und einfachere Teile zerlegt, bis diese gelöst bzw. beherrschbar sind. Anschließend wird aus diesen Teillösungen eine Lösung für das Gesamtproblem (re-)konstruiert. Damit wird die Komplexität in den einzelnen Teilen reduziert.

Die Vorteile des Ansatzes „Teile-und-Herrsche":

  • Sie erzielen schnell erste vorzeigbare Erfolge.

  • Diese Erfolge und Mehrwerte erleichtern Ihnen die Argumentation für weitere Digitalisierungsschritte und vereinfachen somit interne Freigabeprozesse.

  • Kleine Entwicklungsschritte reduzieren Ihre Risiken und Verpflichtungen.

  • Die einzelnen Digitalisierungsschritte lassen sich gut voneinander abgrenzen; das Projekt wird nicht “zu groß” für Ihr Entwicklerteam. Ihre Zielsetzung bleibt überschaubar.


Tipp 2: Nutzen Sie Prototyping – aber richtig

Testen Sie Ihre Ideen und Hypothesen mit einem Prototyp. Prototypen kennt man ursprünglich als Vorabexemplar bei Serienfertigungen, etwa von Autos, Maschinen und Anlagen aller Art. Doch auch in der Softwarenentwicklung kommen Prototypen zum Einsatz. Hier spricht man vom Prototyping. Die Idee ist, mit einem Minimum Viable Product (MVP) das Design, die Funktion oder die Kundenakzeptanz zu testen. Ein MVP ist nur so weit entwickelt, dass es erstmalig unter realistischen Bedingungen getestet werden kann. So können Probleme bereits in der Frühphase erkannt, die Akzeptanz beim Nutzer getestet und dessen Änderungswünsche eingearbeitet werden. Das bedeutet weitaus weniger Aufwand, als dies nach Fertigstellung der Fall wäre. So nähern Sie sich mit einem Lean-Management-Ansatz iterativ an Ihr Endprodukt an.

Die Vorteile des Prototypings:

  • Sie, Ihre Kollegen und die Nutzer werden aktiv und früh in den Entwicklungsprozess eingebunden. Das steigert die Akzeptanz und Identifikation.

  • Die Entwicklung ist transparent und die ursprüngliche Idee wird früh greifbar.

  • Die Entwicklung ist kostengünstig und spart Zeit: MVPs, die vermutlich nicht zur Marktreife gelangen, können frühzeitig identifiziert und ggf. aufgegeben oder neu gedacht werden.


Noch ein Hinweis:

Auch beim Prototyping ist eine saubere Dokumentation von Anforderungen und der technischen Umsetzung vonnöten, denn der Prototyp ist die Basis für die eigentliche Softwareentwicklung. Damit können Sie die Kosten und den Zeitaufwand für die finale Programmierung minimieren.


Tipp 3: Holen Sie sich die staatliche Förderung

Die Förderlandschaft in Deutschland ist bunt: EU, Bund und Länder haben für die Digitalisierung im Mittelstand entsprechende Fördertöpfe ins Leben gerufen – „Digital jetzt!“, „go-digital“, „unternehmenswert Mensch“, um nur einige zu nennen. Diese unterstützen KMU bei der Finanzierung ihrer IT-Vorhaben mit Zuschüssen und/oder kostengünstigen Darlehen. So reduzieren Sie die finanzielle Einstiegshürde.


Im Dschungel der staatlichen Förderträger ist es für den einzelnen Unternehmer nicht immer einfach, das richtige Programm zu identifizieren. Jedes Programm ist in der Regel an spezielle Voraussetzungen gebunden.


So gehen Sie vor, wenn Sie eine staatliche Förderung beantragen wollen

  • Viele IT-Dienstleister (z.B. TeSolva oder die Industrie- und Handwerkskammern, beraten Sie kostenlos über passende Programme. Einen Überblick für die Eigenrecherche bietet die deutsche Förderdatenbank – mit Filtern für Region, Firmengröße und Fördergegenstand können Sie die Suche schnell eingrenzen.

  • Bei der Beantragung ist die Einhaltung der formalen Vorgaben wichtig, insbesondere auch der Nachweis der Eigenbeteiligung. Auch hier unterstützen die oben genannten Einrichtungen und Beratungsfirmen, sodass bürokratische Hürden leicht überwunden werden können.


Tipp 4: Holen Sie sich den Partner Ihres Vertrauens ins Haus

„Das haben wir schon immer so gemacht!“ Ein typischer Einwand von den Alteingesessenen, der eine gute Idee schnell ins Wanken bringen oder gar im Keim ersticken kann. Wenn der Fachmann in den eignen Reihen kein Gehör findet oder die personellen Ressourcen für das Durchführen von Digitalisierungsprojekten fehlen, dann holen Sie sich kompetente Hilfe ins Haus. IT-Experten sind erfahren im Analysieren von Prozessen. Beim genauen Betrachten und Hinterfragen durch einen Außenstehenden finden sich oft auch pragmatische Lösungen.


Auch hier gilt: Fangen Sie mit kleineren Digitalisierungsprojekten an. So lernen Sie Ihre IT-Experten mit überschaubarem finanziellem Risiko kennen. Sprechen Sie die gleiche Sprache? Stimmt die Chemie Glückwunsch: Dann haben Sie den richtigen Partner auch für zukünftige Projekte gefunden.


Tipp 5: Fangen Sie jetzt an

Egal wo Sie als KMU gerade stehen, planen Sie schon heute Ihre nächsten Schritte. Gehen Sie die Digitalisierung an. Denn nichts ist so teuer wie „Aufschieberitis“. Überwinden Sie Ihren inneren Zweifler und Kritiker. Ja, Digitalisierung gelingt nicht immer perfekt im ersten Anlauf. Bei guter Umsetzung zahlen sich die Ergebnisse jedoch schon innerhalb kürzester Zeit für Ihr Unternehmen aus.

Wenn Sie die fünf voranstehenden Tipps beherzigen,

  • mit kleinen Schritten beginnen,

  • Prototyping einsetzen,

  • staatliche Fördermittel einwerben,

  • einen passenden IT-Partner an Ihrer Seite haben und

  • Digitalisierungsprojekte aktiv einplanen,

werden Sie schon bald erste Digitalisierungserfolge innerhalb Ihres Unternehmens verbuchen. Diese können als Leuchtturmprojekte weitere Vorhaben erleichtern und nach sich ziehen.


Gerne begleiten wir Sie auf Ihrem Weg in die Digitalisierung.

Lassen Sie uns gemeinsam den Stein ins Rollen bringen.



Unsere IT-Experten sind ganz Ohr für Ihre individuellen Herausforderungen und Wünsche. Sprechen Sie uns an!




Dr. Anja Zonaras

Kundenbetreuung M. +49 (0)1525 20 17 570

E. zonaras@tesolva.de


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Quellen:

https://digitalzentrum.berlin/ich-will-loslegen-studie

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