Serveranwendung mit Fachlogik
Entwicklung einer Backend-Lösung für automatisierte Berechnungen und Datenverarbeitung
Unterschiedliche Datenquellen und komplexe Berechnungslogik stellen Softwareprodukte vor eine zentrale Herausforderung:
Daten müssen automatisiert verarbeitet und nutzbare Ergebnisse zuverlässig bereitgestellt werden.
Genau darum ging es bei unserem Projekt „Plattform für Solarstromprognosen“. Wir entwickelten eine leistungsfähige Serveranwendung, die automatisiert belastbare Prognosen berechnen und ausliefern konnte. Daraus entstand ein eigenständiges Produkt, das von TeSolva übernommen, weiterentwickelt und über viele Jahre betrieben wurde.
Das Projekt liegt bereits einige Zeit zurück und erzählt zugleich ein Stück Entstehungsgeschichte von TeSolva. Vor allem zeigt es aber eine Leistung, die wir bis heute anbieten: Backend- und Serveranwendungen entwickeln, die fachspezifische Berechnungsverfahren abbilden und aus unterschiedlichen Eingangsdaten nutzbare Ergebnisse erzeugen.

Ausgangssituation – Die Herausforderung
Daten automatisiert in Ergebnisse überführen
Die Auftraggeber des ursprünglichen Projekts, SASU (123Venture) und juwi, hatten Anforderungen und erste Ideen für eine eigene Forecast-Lösung. Professionelle Solarstromprognosen waren zu dieser Zeit teuer und wurden überwiegend als spezialisierte Dienstleistung angeboten.
Die technische Herausforderung: Unterschiedliche Eingangsdaten mussten automatisiert zusammengeführt und mithilfe mathematischer und physikalischer Modelle verarbeitet werden. Gleichzeitig sollte die Anwendung zuverlässig im 24/7-Betrieb laufen und regelmäßig neue Prognosen für die angeschlossenen Photovoltaikanlagen bereitstellen.
Auf Grundlage der Anforderungen entwickelten die späteren TeSolva-Gründer Joachim Falk und Martin Hattemer gemeinsam mit weiteren Entwicklungspartnern die technische Lösung. Das Requirements Engineering umfasste dabei nicht nur die eigentliche Prognoseberechnung. Datenquellen, Schnittstellen, Bereitstellungswege, Datenhaltung und spätere Erweiterungsmöglichkeiten mussten von Beginn an mitgedacht werden.

Für die fachliche Berechnungslogik wurde ein hybrider Ansatz gewählt: Wetterprognosen wurden mit einem physikalisch-mathematischen Modell des jeweiligen Solarparks kombiniert. Reale Produktionsdaten ergänzten das Modell und ermöglichten statistische Korrekturen.
Damit konnte eine mit führenden Angeboten vergleichbare Prognosequalität erreicht und gleichzeitig die Kosten gegenüber den damals üblichen Prognosedienstleistungen ungefähr um den Faktor zehn reduziert werden.
Für die meteorologischen Eingangsdaten entstand eine enge Zusammenarbeit mit Meteotest. Während dort Wetterdaten und meteorologische Expertise eingebracht wurden, entstanden auf unserer Seite Anlagenmodellierung, Prognosealgorithmen und Softwareplattform.

Unsere Aufgabe
Serveranwendung mit mathematischer Fachlogik entwickeln
Im Kern entstand eine mathematisch-technische Software, die unterschiedliche Daten automatisiert verarbeitet, komplexe Berechnungen ausführt und die Ergebnisse zuverlässig für weitere Prozesse und Systeme bereitstellt.
Dafür entwickelten wir eine skalierbare Backend- und Serveranwendung mit verschiedenen Komponenten für Datenverarbeitung, Berechnung, Datenhaltung und Schnittstellen.

Im Laufe des Projektes übernahmen Joachim Falk gemeinsam mit Martin Hattemer und weiteren Entwicklungspartnern die Verantwortung für die noch ausstehenden Arbeiten. In dieser Phase wurde TeSolva gegründet und das ursprüngliche Entwicklungsprojekt im Umfeld des neuen Unternehmens abgeschlossen.

Das Ergebnis und der Erfolg des Kunden
Automatisierte Berechnungen werden zum nutzbaren Produkt
Aus komplexen Eingangsdaten und mathematischer Fachlogik entstand eine Serveranwendung, die rund um die Uhr selbstständig arbeitete: Daten einlesen, aufbereiten, Berechnungen durchführen, Ergebnisse speichern und Prognosen automatisiert ausliefern.
Die Lösung bewährte sich im praktischen Einsatz und wurde zu einem marktfähigen Produkt weiterentwickelt, das Prognosen für namhafte Anwender an hunderten Photovoltaikstandorten lieferte. Neue Anforderungen konnten kontinuierlich in das bestehende Backend integriert werden.
Heute würden wir die fachliche Berechnung einer solchen Prognoselösung technologisch anders umsetzen. Die grundlegende Herausforderung ist jedoch unverändert: Wie werden komplexe Berechnungsmodelle und unterschiedliche Eingangsdaten zu einem automatisierten Prozess, der zuverlässig fachlich nutzbare Ergebnisse liefert?
Genau hier setzen wir auch heute an. Wir analysieren Fachlogik, Daten, Prozesse und Schnittstellen, strukturieren die Anforderungen und überführen sie in eine passende Backend- oder Serveranwendung. Dabei muss nicht sofort die perfekte Gesamtlösung entstehen: Ein klar abgegrenzter Anwendungsfall kann der Ausgangspunkt sein, um Ergebnisse früh zu überprüfen, Nutzen messbar zu machen und die Software anschließend gezielt weiterzuentwickeln.


„Mathematische Modelle müssen nicht maximal komplex sein, um in Software einen hohen Nutzen zu schaffen. Entscheidend ist, die Fachlichkeit so weit zu verstehen, dass ein geeignetes Modell entsteht, mit realen Daten überprüft und zuverlässig in einer produktiven Anwendung betrieben werden kann."
Joachim Falk, CEO und Gründer von TeSolva
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